Federweißer – Wenn aus Traubensaft langsam Wein wird

Federweißer Wenn aus Traubensaft Wein wird.

Wein · Wissen

Was ist Federweißer eigentlich?

Federweißer ist kein fertiger Wein, sondern Traubenmost mitten in der Gärung. Die enthaltenen Hefen wandeln den natürlichen Zucker der Trauben nach und nach in Alkohol und Kohlensäure um. Genau diese Hefen sorgen auch für das leicht trübe Aussehen und das feine Prickeln im Glas.

Seinen Namen verdankt der Federweiße den kleinen Hefeteilchen, die im Getränk schweben und ein wenig an winzige Federn erinnern.

Das Spannende daran: Federweißer verändert sich ständig. Zu Beginn schmeckt er noch sehr süß und erinnert stark an Traubensaft. Mit fortschreitender Gärung wird er trockener, kräftiger und alkoholreicher. Besonders harmonisch schmeckt er, wenn Süße, Fruchtsäure und Alkohol gut miteinander im Gleichgewicht stehen.

Warum stehen die Flaschen immer aufrecht?

Federweißer gärt auch nach der Abfüllung weiter. Dabei entsteht ständig Kohlensäure, die aus der Flasche entweichen können muss. Deshalb sind die Flaschen nicht vollständig luftdicht verschlossen und sollten immer stehend transportiert und gelagert werden.

Ist ihnen der Federweiße noch etwas zu süß, können sie ihn für einige Stunden bei Zimmertemperatur weitergären lassen. Hat er genau ihren Geschmack erreicht, gehört er in den Kühlschrank. Die Kälte stoppt die Gärung zwar nicht aber verlangsamt diese deutlich.

Zwei Regionen, zwei Federweißer

Aktuell finden sie bei uns Federweißen aus gleich zwei traditionsreichen deutschen Weinregionen:

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Auch in Sachsen hat Weinbau eine lange Tradition. Mit dem Federweißen aus Meißen kommt die junge Weinlese direkt aus einer unserer regionalen Weinregionen ins Glas. Frisch, saisonal und nur für kurze Zeit erhältlich.

Was passt zu Federweißer?

Der Klassiker ist ganz klar Zwiebelkuchen. Die würzige, herzhafte Art des Kuchens passt hervorragend zur fruchtigen Süße und leichten Säure des Federweißen.

Aber auch Flammkuchen, deftige Brotzeiten, Käse oder herzhafte Herbstgerichte sind gute Begleiter.

Unser Tipp

Federweißer ist ein echtes Saisonprodukt. Genau das macht ihn so besonders: Er schmeckt jedes Mal ein wenig anders und begleitet den Übergang vom Traubensaft zum fertigen Wein.

Also nicht zu lange warten: Die Federweißerzeit ist kurz – und genau deshalb jedes Jahr etwas Besonderes.

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