Zum 150. Geburtstag ist Anheuser-Busch Bud zurück in Deutschland. Dessen Geschichte reicht weit zurück und ist für viele überraschend tief in unserem Land verwurzelt. Im Jahr 1876 legten die deutschen Auswanderer Eberhard Anheuser und Adolphus Busch in den Vereinigten Staaten den Grundstein für ihr weltberühmtes Bier.
Ortswechsel: České Budějovice, zu Deutsch Budweis in Südböhmen. Wo Moldau und Maltsch zusammenfließen und Ottokar II. seine Königsstadt gründete, wird seit dem 13. Jahrhundert Bier gebraut, nach Budweiser Brauart. 1895 entstand dort die Brauerei Budějovický Budvar.
Völlig klar, sagen die Tschechen – wir brauen Budweiser Bier, der Name ist unser. Wir haben ihn aber zuerst eingetragen, sagen die Amerikaner, Bud bleibt Bud.
Der Namensstreit erweiterte sich noch zusätzlich, als Anheuser-Busch sein Bier in Europa als Bud verkaufen wollte und die Bitburger Brauerei Verwechslungen zwischen Bit und Bud befürchteten.
Der Konflikt zeigt eindrucksvoll, wie eng Biertradition, Herkunft und Markenrecht miteinander verbunden sein können – und dass hinter einem scheinbar einfachen Namen mehr als hundert Jahre Geschichte stecken.